Myasthenie (Myasthenia gravis pseudoparalytica)
November 25, 2009 by admin
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Die Myasthenie ist eine sehr seltene neurologische Erkrankung, welche zu den Autoimmunerkrankungen zählt. Dies bedeutet, dass unser Immunsystem sog. Antikörper gegen sich selbst bildet. Charakteristisch für diese neurologische Störung ist eine schleichend fortschreitende intermittierende Schwäche und Erschöpfung der willkürlich innervierten Muskulatur, welche unter Belastung auftritt und in Ruhe nahezu verschwindet. Die Muskulatur ist somit stark belastungsabhängig und ermüdet rasch. Besonders betroffen sind hierbei die Muskeln der Augenlieder, des Gesichtes, des Kiefers und der oberen und unteren Extremitäten.
Die Krankheit tritt mit einer Häufigkeit von 5 – 10 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner vorwiegend bei Frauen auf. Sie manifestiert sich in der Regel zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr.
Die Ursache dieser Störung finden wir an der motorischen Endplatte, also zwischen der Synapse und dem Muskelfaser. Dort werden Acetylcholinrezeptoren, welche für die Weiterleitung der nervalen Impulse verantwortlich sind, durch Antikörper blockiert. Dies hat zur Folge, dass eine Vielzahl der Impulse nicht weitergeleitet werden können.
Erstmals wurde diese Erkrankung im 17. Jahrhundert erwähnt. Die Diagnostik dieser Erkrankung basiert auf der schnellen Ermüdung der Muskulatur.
Beispielsweise wird der Patient aufgefordert eine bestimmte Bewegung wiederholt nacheinander auszuführen. Bei einem positiven Test ist eine rasche und deutliche Abnahme Ein bekannter Test für die Myasthenie ist der sog. Simpson Test. Der Patient wird aufgefordert die Augenlieder so lange wie möglich offen zu halten. Hierbei lassen sich schnell Defizite erkennen.
Zur genaueren Diagnostik kann eine Elektromyographie gemacht werden, bei der die Amplitude der nacheinander folgenden Muskelkontraktionen gemessen wird. Nimmt die Amplitude deutlich ab, so haben wir ein positives Testergebnis. Auch der Nachweis von Acetylcholinrezeptor-Antigenen spielt eine entscheidende Rolle iin der Diagnostik.