Ursache der Myasthenie
November 25, 2009 by admin
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Um die Ursachen der Myasthenie zu verstehen bedarf es einiger Vorkenntnisse bezüglich der Erregungsleitung und Übertragung. Unsere Nervenbahnen leiten einen, vom Cortex (Hirnrinde) ausgehenden Nerv in Richtung Muskelfaser. Damit dieser Reiz nun von dem Nerv auf die Muskelfaser übertragen werden kann bedarf es Acetylcholin. Das Acetylcholin ist ein Transmitter, welcher an die motorische Endplatte, also zwischen Synapse und Muskelfaser, ausgeschüttet wird. Die Muskelfaser besitzt nun Acetylcholinrezeptoren, welche als Andockstelle für das Acetylcholin fungieren.
Die Myasthenie ist eine sog. Autoimmunerkrankung. Das heißt unser Immunsystem bildet Antikörper, welche die Acetylcholinrezeptoren der motorischen Endplatte belegen. Diese Antikörper gehen mit den Acetylcholinrezeptoren eine reversible Verbindung ein, das heißt sie sind in der Lage sich wieder zu lösen. Der ankommende Reiz, welcher über die nervale Bahn zur Muskelfaser transportiert werden soll, kann nun die Synapse nicht mehr überqueren, oder anders gesagt kann das Aktionspotential nicht optimal weitergeleitet werden.
Die Übertragung zwischen Nerv und Muskel ist somit nicht mehr vollständig vorhanden. Eine genaue Erklärung der Ursachen der Myasthenie ist jedoch noch nicht bekannt.
Es wird vermutet, dass es neben den bekannten Antikörpern noch weitere Antikörper an der Erkrankung beteiligt sind. Eine Ursache der Myasthenie ist jedoch bekannt. Die Thymusdrüse ist an der Produktion solcher Antikörper beteiligt. Ein Tumor dieser Drüse kann nun zu einer vermehrten Antikörperausschüttung führen, was schließlich die Krankheit auslösen kann.